Informationen zur Einstufung der Pflegeversicherung


Pflegebedürftig sind Personen, wenn sie wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlich und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem Maße der Hilfe bedürfen.

Ob Pflegebedürftigkeit im Sinne des Gesetzes vorliegt, prüft der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK). Dieser ordnet dem Betroffenen auch einer von sechs Pflegestufen zu. Diese Stufen spielen bei der Höhe einiger Leistungen eine Rolle.
 


Zeitorientierungswerte des MDK

1.   Ganzkörperwäsche 20-25   Min.
2.   Teilwäsche Oberkörper 8- 10   Min.
3.   Teilwäsche Unterkörper 12-15   Min.
4.   Teilwäsche Hände / Gesicht 1-2   Min.
5.   Duschen 15-20   Min.
6.   Baden 20-25   Min.
7.   Zahnpflege 5   Min.
8.   Kämmen 1-3   Min.
9.   Rasieren 5- 10   Min.
10.   Wasserlassen (inkl. Intimhygiene) 2-3   Min.
11.   Stuhlgang 3-6   Min.
12.   Richten der Kleidung 2   Min.
13.   Wechseln von Windeln (nach Wasserlassen ) 4-6   Min.
14.   Wechseln von Windeln (nach Stuhlgang ) 7- 10   Min.
15.   Wechseln kleiner Vorlagen 1-2   Min.
16.   Wechseln / Entleeren des Urinbeutels 2-3   Min.
17.   Wechseln / Entleeren des Stomabeutels 3-4   Min.
18.   Mundgerechte Zubereitung einer Hauptmahlzeit 2-3   Min.
19.   Essen von Hauptmahlzeiten ( einschl. Trinken ) 15-20   Min.
20.   Verabreichung von Sonderkost pro Tag 15-20   Min.
21.   Einfache Hilfe zum Aufstehen / zu-Bett-gehen 1-2   Min.
22.   Umlagern 2-3   Min.
23.   Ankleiden gesamt 8-10   Min.
24.   Ankleiden Ober / Unterkörper 5-6   Min.
25.   Entkleiden gesamt 4-6   Min.
26.   Entkleiden Ober / Unterkörper 2-3   Min.
27.   Gehen (in Bezug auf die Verrichtung ) tatsächlich
benötigte Zeit
   
28   Transfer Rollstuhl / Toilettenstuhl / Toilette / Dusche je 1    
29.   Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung tatsächlich
benötigte Zeit
   
30.   Hauswirtschaftliche Verrichtung je angefangene
10 Min.
   




Durch die Vielzahl der einzelnen Zeitwerte kann zum Beispiel ein einziger Toilettengang aus vielen einzelnen Zeitwerten bestehen, die jeweils aufaddiert werden:

Beispiel für einen Toilettengang:

1.   Transfer auf den Rollstuhl 1   Min.
2.   Wegezeit zur Toilette 1   Min.
3.   Transfer auf die Toilette 1   Min.
4.   Stuhlgang 3   Min.
5.   Richten der Bekleidung 2   Min.
6.   Teilwäsche Hände / Gesicht 1   Min.
7.   Transfer auf den Rollstuhl 1   Min.
8.   Wegezeit zurück 1   Min.
9.   Transfer vom Rollstuhl 1   Min.
Anzurechnende Zeit: 12   Min.



Anzurechnen sind die tatsächlich benötigten Pflegezeiten. Das gilt auch dann, wenn im ambulanten Bereich Pflegepersonen vorhanden sind. Hier gelten jetzt auch die Zeiten der fiktiven Pflegeperson, die zum Ansatz kommen.


Was bedeuten die Pflegestufen ?

Stufe I - erhebliche Pflegebedürftigkeit

Hierzu gehören jene, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität für mindestens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen mindestens einmal täglich der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.

Stufe II - Schwerpflegebedürftig

Zu dieser Gruppe zählen Menschen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.

Stufe III - Schwerstpflegebedürftigkeit

Hierzu gehören die Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität täglich rund um die Uhr, auch nachts ( von 22:00 bis 6:00 Uhr), der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.

 

Bei Kindern ist für die Zuordnung der zusätzlichen Hilfe, der Bedarf gegenüber einem gesunden gleichaltrigen Kind maßgebend.

 

Quellen: MDK der Pflegekassen zur Begutachtung von Pflegebedürftigkeit / AOK Die soziale Pflegeversicherung

 


Waschungen, Bäder und ätherische Öle

Bei Anwendung von ätherischen Ölen ist darauf zu achten, dass es sich um absolut reine ätherische Öle handelt, die aus kontrolliert biologischen Anbau stammen. Öle können leicht mit Pestiziden verunreinigt sein, wenn im Herkunftsland der Nutzpflanzen diese einem intensiven chemischen Pflanzenschutz ausgesetzt waren. Die in den Endprodukten befindlichen Pestizide können schwerwiegende Schäden sowie Allergien auslösen.

 

Überzeugen sie sich deshalb beim Kauf von ätherischen Ölen durch deren Kennzeichnung von den oben genannten Merkmal. Ätherische Öle können starke Wirkungen und auch Nebenwirkungen haben und sind bei Fehlanwendung nicht ungefährlich. Folgende Handlungsrichtlinien sind erfahrungsorientierte Grundsätze und Empfehlungen:

  • ätherische Öle nur nach Rücksprache mit dem Arzt verwenden
  • Anwendung nur nach Information des zu Pflegenden und seinem Einverständnis
  • Anwendung evtl. mit Aromatherapeut besprechen
  • vorhandene Allergien, Abneigungen etc. gegen bestimmte Öle berücksichtigen und dokumentieren
  • bei Krampfgefährdung keine ätherischen Öle verwenden
  • angegebene Dosierung nicht überschreiten
  • bei homöopathischer Behandlung können ätherische Öle die Wirkung beeinträchtigen
  • Resorption durch Inhalation oder Haut: Duftlampe, Inhalation, Bäder, Teilbäder, Waschungen, Wickel und Kompressen

Waschungen: Belebung und Beruhigung

Beim Einsatz von Waschemulsionen in der Altenpflege sollten folgende Regeln gelten:

  • hautschonend
  • möglichst ph-neutral
  • keine parfümierten Zusatzstoffe
  • gezielter Einsatz von Wirkstoffen
  • nur naturreine Zutaten verwenden

Wenn die Haut nicht durch Duschen oder Baden überstrapaziert werden soll, wenn kein Duschbad vorhanden ist, Körperwaschungen oder auch Teilwaschungen eher angemessen sind, kann zur Hautreinigung ph-neutrale Waschemulsion eingesetzt werden.

 

In vielen Situationen kann auch ganz auf den Waschzusatz verzichtet werden, um möglichst die empfindliche Haut und den Säureschutzmantel zu schützen. Zum Schutz des Säureschutzmantels kann dem Waschwasser auch ein Spritzer Zitrone oder Obstessig zugesetzt werden (nur bei intakter Haut).

 

 

 

Eine Waschung dient sowohl der Reinigung der Haut als auch dem gesamten Wohlbefinden und der Sinnlichkeitsförderung. Mit Waschzusätzen können spezielle Wirkungen hervorgerufen werden, die gezielt eingesetzt werden sollten. Schöne, natürliche und bekannte Düfte setzen Reize, fördern sinnliches Erleben, können positive Erinnerungen hervorrufen und tragen zum Wohlbefinden bei.

 

 



Heilbäder


Bei den sehr wirksamen Schwefel- und Solebädern ist älteren Patienten anzuraten, mit einem Halbbad zu beginnen. Wird das Bad gut vertragen, kann auf ein Zweidrittelbad und erst dann auf ein Vollbad gesteigert werden. Für die Badekur zu Hause kommen in Frage: Sole, Kochsalz, Heublumen, Moor und Schwefel. Im Handel sind zahlreiche badefertige Produkte erhältlich. Bei der Zubereitung des Bades folgt man dem jeweiligen Prospekt.

Kälteanwendungen
in der Pflege


Kälteanwendungen sind indiziert bei Schmerzen (insbesondere bei akuten Schmerzen), bei Entzündungen im akuten Stadium, so z.B. bei Hexenschuss, akuten Gelenkschmerzen, Verstauchungen, Prellungen, Halsweh. Kälte lindert oder stillt die Schmerzen und sorgt dafür, dass sich eine beginnende Entzündung nicht ausbreitet und eine Ansammlung von entzündungsbedingter Gewebeflüssigkeit verhindert wird.

Wärmeanwendung
in der Pflege


Wärmeanwendungen sind indiziert bei chronischen Schmerzen mit oder ohne muskuläre Verspannungen sowie bei allen lokalen Entzündungen, wo es nicht darum geht, den Entzündungsprozess zu unterbinden, sondern darum, ihn zur Ausheilung zu bringen: Reifung eines Furunkels oder Umlaufs. Die häufigsten Anwendungen sind chronische Schmerzen, Verspannungen, Krämpfe.


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